Vor einigen Jahren wurde eine neues Gebäude an das Restaurant angebaut. Dort gibt es 4
- Bett - Zimmer (Dusche/WC auf dem Flur), die kaum teurer sind als die Massenlager im
alten Gebäude. Rechtzeitig vorher reservieren.
Es besteht die Möglichkeit, nicht benötigtes Gepäck in einem Privat - Raum zu deponieren.
Der augenblickliche (1997) Pächter Lüer ist sehr kooperativ.
Der Palü wird mit Abstand am meisten von Diavolezza aus bestiegen. Er besteht aus 3 Gipfeln: der Ostgipfel, 3882 m (auf dem viele schon die Besteigung beenden), der Mittel-und Hauptgipfel, 3905 m, und der westliche Gipfel, Piz Spinas, 3823 m.
Im Folgenden beschreibe ich eine Traversierung von Ost nach West.
Das hat den Vorteil, daß der steile Hang von der Ostschulter zum Ostgipfel morgens
begangen wird und der Schnee dort noch recht fest ist. Außerdem ist die Routenfindung auf
dem Gletscher durch die breite Spur einfach.
Oder aber sie gehen mit einem Führer, dann ist die Richtung egal.
Von der Diavolezza südlich Richtung Piz Trovat, den roten Markierungen folgend. Diese führen zu einer kleinen Felsstufe, die jetzt mit einer neuen Treppe überwunden wird. Nach der Treppe (Bergstation des kleinen Skiliftes) rechts dem Weg durch die Flanke folgen bis in den breiten Sattel. Hier hört der deutliche Weg auf und Steinmänner geben die Richtung vor. Am Sockel des Piz Trovat (zur Rechten) durch mit kleinen Gegenanstiegen und kurzen, steilen Abstiegen auf die breite Scharte über dem Gletscher. Kurzer Absteig auf den Gletscher. Dieser Teil des Weges ist beim ersten Mal im Dunkeln schwer zu finden. Am Vortag erkunden !
Zu Beginn ist der Gletscher eben, sogar mit leichtem Gefälle. Immer der deutlichen Spur
folgend durch die Spaltenzone und 2 flache Mulden auf den Ostsattel. Die Spaltenzone
verändert sich jährlich und kann manchmal recht unangenehm sein. Nach der Spaltenzone
problemlos, aber im oberen Teil recht steil.
Im Ostsattel, 3730 m, nach rechts und über den steilen Hang auf den Ostgipfel. Achtung
auf Wächten nach Norden.
Vom Ostgipfel Abstieg über die breite Flanke in den Sattel und von dort über den im
oberen Teil recht schmalen Grat auf den geräumigen Hauptgipfel. Wer an diesen Gratstück
Probleme hat, sollte von einer Berninabesteigung zunächst absehen, denn der Spallagrat
ist noch schmaler. Die Bergführer jedenfalls nehmen die Gäste nicht mit zum Piz Bernina,
die an dieser Stelle Probleme haben.
Nach dem Hauptgipfel Abstieg über die breite Flanke zum Spinasgipfel und damit zum
Beginn des Felsgrates. Dieser Grat ist breiter, als er von Diavolezza erscheint, aber auch
nicht zu verachten!
Unbedingt immer auf der Grathöhe bleiben! Guter Fels . Die Südflanke ist sehr brüchig!
Nach dem Felsgrat unter dem 1. Bellavistgipfel rechts auf die Bellavistaterrasse. Hier teilt
sich die Spur. Nach links weiter auf der Bellavistaterrasse geht es Richtung Marco-e-
Rosa-Hütten. (Siehe Tourenbeschreibung Palü - Bernina ).
Der Weiterweg für die Traversierung führt geradeaus abwärts nach Norden zu den Fortezzafelsen.
Am Beginn der Felsen wird abgeseilt. Es gibt 2 Möglichkeiten, jeweils 1 links und rechts neben dem Felskopf zu Beginn des Grates. Nach der Abseilstelle nordöstlich (links)weiter abklettern (einige Haken), dann nördlich einer Wegspur durch die Flanke folgen bis zu einem Absatz mit Abseilring. Hier nach rechts abseilen auf eine kleine Plattform. Von hier abklettern oder nochmal abseilen zum Beginn des Firngrates. Dieser führt leicht zu einem Steinmann. Von hier entweder geradeaus runter Richtung Bovalhütte oder aber rechts durch die leichte Flanke auf den Gletscher. Über diesen flach auf das gegenüberliegende Ufer zu, Diavolezza als Richtung. (Spuren). Achtung auf Spalten. Am anderen Ende führen Wege 200 m hoch zur Diavolezza.
Gesamtzeit ca. 10 Stunden !